Die Jader Mühle (Harbers Mühle)

Die Jader Mühle - eine Galerie-Holländer-Windmühle – war früher mit mehreren Mahlsteinen ausgestattet. Dadurch hatte sie, noch als Windmühle, eine sehr große Leistungsfähigkeit. Nach einer längeren Windflaute und infolgedessen einem starken Nachholbedarf sind dann einmal bei starkem Wind während einer einzigen Nacht 800 Zentner Korn gemahlen worden. Dabei haben, wie sich denken lässt, alle verfügbaren Leute mit zupacken müssen.

Die Reparaturanfälligkeit der technischen Einrichtung wurde immer größer. Hauptsächlich waren die Holzzähne der Getrieberäder betroffen. Infolgedessen wurde ein Motor eingebaut. Die großen Leistungen aus der Windmühlenzeit wurden zwar nicht mehr erreicht, jedoch war der Betrieb sicherer und zuverlässiger.

Während eines starken Nordwest-Sturmes im Jahre 1909 wurde die Windmühle mit den meisten nahe stehenden Gebäuden der Raub eines Großbrandes. Beim Zusammensturz des brennenden Mühlengebäudes stürzte das brennende Flügelkreuz mit der Mühlenachse auf die Straße.

Dabei bohrte die schwere Holzachse von fast einem Meter Durchmesser ein tiefes Loch in die Straße.

Durch den starken Funkenflug gerieten zwei der nördlichen, noch fast neuen Häuser an der Bollenhagener Straße sowie das Stallgebäude der damaligen Gaststätte Brumund in Brand.

Durch die Gewalt des Feuers sowie durch den starken Sturm flogen Reitteile - zunächst noch brennend - bis zur heutigen Straße "An der Dornebbe". Während des Großfeuers musste der Straßenverkehr über Jaderkreuzmoor umgeleitet werden.

Von dem steinernen Unterbau des abgebrannten Gebäudes wurde ein Stockwerk abgetragen, da nach dem Brand zu große Schäden festgestellt wurden. Die Windmühle muss also vor dem Brand eine stattliche Höhe gehabt haben.

Quelle: Johann Decker (1912 bis 2003) Hierzu mehr

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